Warum CFOs diese Kosten oft zu spät sehen
Aus Controlling-Sicht sind Personalkosten und Organisationsstrukturen naturgemäß träge Größen. Eine Kostenstellenrechnung zeigt zwar, wie viele Mitarbeitende in einer Abteilung sind und was sie kosten, aber nicht, ob diese Struktur nach einer KI-Einführung noch zur tatsächlichen Aufgabenverteilung passt.
Für CFOs entsteht dadurch ein Steuerungsproblem: Während IT-Kosten sofort sichtbar werden, verteilen sich organisatorische Folgekosten über verschiedene Kostenstellen, Geschäftsbereiche und Budgetzyklen. Genau deshalb bleiben sie häufig unentdeckt.
Wie groß diese Lücke tatsächlich ist, zeigt eine aktuelle Untersuchung von Tech.us: Die unsichtbaren Zusatzkosten von KI-Projekten – Prozessanpassung, Skalierung der Infrastruktur, Aufsichtsverantwortung und Change-Management – erhöhen das ursprüngliche Projektbudget typischerweise um 35 bis 50 Prozent. Ein Teil davon ist technischer Natur, ein erheblicher Teil aber entfällt auf genau jene organisatorischen Anpassungen, die in klassischen Business Cases kaum abgebildet werden. (Tech.us 2026)
Für CFOs bedeutet das: Die relevante Frage ist nicht nur „Was kostet die KI-Lizenz?“, sondern „Wie verändert sich unsere Organisationsstruktur durch diesen Rollout, und decken wir diese Veränderung aktiv, oder lassen wir sie unkontrolliert wachsen?“