Aufbau eines Organigramms für eine Holding
In der Praxis beginnt das Organigramm meist mit der Muttergesellschaft auf oberster Ebene. Darunter folgen die Tochtergesellschaften, gegebenenfalls ergänzt um weitere Beteiligungsstufen.
Ein strukturiertes Holding-Organigramm berücksichtigt dabei mehrere Dimensionen:
- Beteiligungsebene – Wer hält welche Anteile?
- Rechtliche Ebene – Welche Gesellschaftsform liegt vor?
- Governance-Ebene – Wer führt und kontrolliert die Gesellschaften?
Bei einfachen Strukturen kann eine klassische hierarchische Darstellung ausreichen. Komplexer wird es, wenn mehrere Beteiligungsebenen oder internationale Gesellschaften eingebunden sind. In solchen Fällen sollten Beteiligungsquoten klar ausgewiesen und Beteiligungsketten nachvollziehbar dargestellt werden.
Zusätzlich gewinnt die funktionale Dimension an Bedeutung. Viele Holdings bündeln zentrale Funktionen wie Finanzen, HR oder IT auf Muttergesellschaftsebene. Das Organigramm sollte dann nicht nur Eigentumsverhältnisse, sondern auch Steuerungs- oder Servicebeziehungen sichtbar machen. Insbesondere klar definierte HR-Prozesse sorgen dabei für eine reibungslose Abstimmung zwischen Holding und Tochtergesellschaften und machen Zuständigkeiten transparent nachvollziehbar. Eine klare Struktur schafft zudem die Basis für belastbare Entscheidungen im Workforce Management.