3. KI ist nur so verlässlich wie ihre Daten.
Noch ein Gedanke, der in Paris immer wieder fiel: Bevor man KI im großen Stil einsetzt, müssen die Grundlagen stimmen.
KI kann riesige Datenmengen auswerten, Muster erkennen und immer komplexere Entscheidungen unterstützen. Aber selbst die beste Technologie kann falsche, unvollständige oder widersprüchliche Daten nicht ausgleichen. Wenn KI wichtige Entscheidungen mit vorbereitet, wird schlechte Datenqualität schnell zum Geschäftsrisiko.
Für HR gilt das besonders. Daten zu Mitarbeitenden, Skills, Rollen, Berichtslinien und Organisationsstrukturen liegen oft in mehreren Systemen verstreut. Sie sind lückenhaft, veraltet oder uneinheitlich, und ein verlässliches Bild der Belegschaft ist damit kaum möglich.
Angenommen, auf dieser Basis wird über Personaleinsatz, Kompetenzentwicklung oder eine Restrukturierung entschieden. Stimmen die Daten nicht, können die Empfehlungen in die Irre führen. Daran ändert auch die modernste KI nichts.
Damit schließt sich der Kreis zum Thema Vertrauen. Wie sollen Mitarbeitende KI-gestützten Entscheidungen vertrauen, wenn das Unternehmen nicht erklären kann, auf welchen Daten sie beruhen und wie verlässlich diese sind? Datenqualität, Transparenz und Governance sind deshalb mehr als technische Fragen. Sie sind die Voraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI.
Vertrauenswürdige KI beginnt bei vertrauenswürdigen Daten. Wer KI erfolgreich skalieren will, muss in dieses Fundament investieren und darf es nicht als Nebensache behandeln.