Diese Faktoren haben Einfluss auf das Fluktuationsrisiko („Flight Risk“)
Um Mitarbeitende zu halten und Fluktuation effektiv zu verhindern, ist es wichtig, die Gründe für Kündigungen besser zu verstehen. Die Studie zeigt hier, dass Unzufriedenheit mit dem Gehalt, den Karrierechancen oder den Vorgesetzten die Hauptgründe für Abgänge sind. Weitere Faktoren sind eine unausgewogene Work-Life-Balance, fehlender Handlungsspielraum, eine schlechte Unternehmenskultur oder unbefriedigende Aufgaben. Im Zuge dessen rückt die naheliegende Frage nach der Berechnung des Fluktuationsrisikos in den Fokus. Denn wer weiß, wo im Unternehmen mit dem Gedanken an Kündigung gespielt wird, kann frühzeitig entsprechende Maßnahmen einleiten und wechselbereite Mitarbeitende gegebenenfalls doch noch halten.
Um das Flight Risk der Belegschaft zu erfassen, fließen unterschiedliche Faktoren in die Analyse mit ein. Wer in der Praxis mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeiten will, muss entsprechende Determinanten herausgreifen, die als besonders relevant, in einschlägigen IT-Systemen ermittelbar und in Deutschland im Einklang mit geltenden Regelungen des Arbeitnehmerdatenschutzes sind. Die Kriterien verheiratet/ledig, mit/ohne Kinder, nicht/im schulpflichtigen Alter, mit/ohne Eigentum, Betriebszugehörigkeit hoch/niedrig, Alter hoch/niedrig, Fehlzeiten unter/über Durchschnitt sowie Verdienst unter/über Durchschnitt könnten solche sein.